Sommerschulen in Zeiten von Corona: Das Elefant, das Hamster

Mit Sommerschulen Defizite aus der Zeit der Schulschließungen aufholen – unter diesem Motto standen in den diesjährigen Sommerferien die Angebote vieler Schulen, die sich speziell an diejenigen wendeten, die während des Corona-Lockdowns kaum Kontakt zu Lehrkräften hatten, auf einen Online-Unterricht technisch nicht vorbereitet und zu Hause alleine mit dem Unterrichtsstoff überfordert waren.

„Den Alltagsrassismus an Schulen wahrnehmen“

Karim Fereidooni (36) hat sechs Jahre als Lehrer für Deutsch, Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften am St. Ursula Gymnasium Dorsten unterrichtet. Seit 2016 ist er an der Ruhr-Universität Bochum Juniorprofessor für die Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen, Schulforschung und Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft sowie diversitätssensible LehrerInnenausbildung.

Bricht die Corona-Krise das etablierte System Schule auf?

Die Erwartungen an das Bildungssystem und den Unterricht haben sich in den letzten Wochen stark verändert. Welche langfristigen Veränderungen sich aus den gewonnenen Erfahrungen für Schulen ergeben, zeichnet sich noch nicht ab. Was die Schülerinnen und Schüler betrifft, so rücken in Zeiten von Online- und Präsenzunterricht die Selbstlernphasen stärker in den Fokus.

Im eigenen Tempo für die Welt von morgen lernen

In zunehmend gemischten Klassenverbänden setzen Lehrkräfte auf die Individualisierung des Unterrichts. In der Praxis ist es aber nicht immer einfach, den Unterricht individuell zu gestalten. Eine Grundschullehrerin aus Dortmund kennt die Fallstricke und erklärt, wie es dennoch klappt.

Planspiel: Qualität von Schule spielerisch steigern

Jahr für Jahr bewerben sich etliche Schulen um den Deutschen Schulpreis. Sie zeichnen sich durch innovative Schulentwicklung aus. Welches Qualitätsverständnis sich hinter dem Preis verbirgt und wozu das neue Planspiel „Gute Schule“ genutzt werden kann, verrät der Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises, Prof. Dr. Michael Schratz (Uni Innsbruck).