Vor dem Programmieren kommt das Analysieren
Professor Ludger Humbert (66) hat Informatik und Lehramt studiert, viele Jahre als Lehrer für Informatik und Mathematik an Gesamtschulen gearbeitet sowie als Fachleiter Informatik-Referendare ausgebildet. Heute vertritt er das Fachgebiet Didaktik der Informatik an der Bergischen Universität Wuppertal. Humbert ist Autor der Didaktik der Informatik und hat den Ernst Klett Verlag beim neuen Lehrwerk „starkeSeiten Informatik“ beraten, das zur Einführung des Pflichtfaches Informatik für die Klassen 5 und 6 in Nordrhein-Westfalen im Juni erscheint.
„Den Alltagsrassismus an Schulen wahrnehmen“
Karim Fereidooni (36) hat sechs Jahre als Lehrer für Deutsch, Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften am St. Ursula Gymnasium Dorsten unterrichtet. Seit 2016 ist er an der Ruhr-Universität Bochum Juniorprofessor für die Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen, Schulforschung und Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft sowie diversitätssensible LehrerInnenausbildung.
Bildungspaten: Wie sich Abiturienten für Bildungsgerechtigkeit engagieren
Im Dezember 2019 hat der Verein „Tausche Bildung für Wohnen“ den Deutschen Engagementpreis in der Kategorie „Generationen verbinden“ gewonnen. Über den Verein wohnen Abiturienten für ein Jahr mietfrei. Dafür unterstützen sie Kinder und Jugendliche in den ärmsten Stadtteilen Deutschlands mit Lern- und Freizeitangeboten. Was sie antreibt, erläutert die Standortleiterin des Vereins Anna-Sophie Hippke.
Verhaltensökologie: Über die Evolution sozialen Verhaltens
Im Unterricht deutscher Schulen zählt die Verhaltensökologie nicht unbedingt zu den „Rennern“. Zu Unrecht findet Prof. Dr. Jörg Zabel vom Institut für Lebenswissenschaften an der Universität Leipzig. Denn sie trägt viel zum Verständnis unseres eigenen Menschenbildes bei.
Ernährungsbildung: Frisch auf den Tisch
Mensen gehören zum Schulalltag wie das Lehrbuch, der Bleistift und Klassenarbeiten. Viele Kinder – zumindest der jüngeren Jahrgänge – essen hier. Doch dass die Schulen den Anlass der Nahrungsaufnahme auch nutzen, um Ernährungsbildung zu betreiben, gilt noch nicht als Normalfall. Bedauern Fachleute.
Globale Herausforderungen im Unterricht: „Wir brauchen keine Addition von Themen“
In Zeiten des Klimawandels und vieler Populisten, die den Klimawandel leugnen, tragen Lehrer eine große Verantwortung. Vom Klimagipfel in Bonn berichtet Schulbuchautor Thomas Hoffmann über neue Ansätze des Unterrichts zum regionalen Klimawandel ̶ und wie man mit Klimaskeptik umgeht.