[08.06.2021]

13. Klett-Symposium Geographie und Schule

„Allen Schülern sollte heute ein Grundverständnis des Klimawandels vermittelt werden. Das ist buchstäblich überlebenswichtiges Wissen für unsere Zivilisation“, fordert Stefan Rahmstorf, einer der renommiertesten Klimaforscher in Deutschland, anlässlich des bevorstehenden Symposiums. Wie das im Geographieunterricht gelingen kann, darum geht es in der hochkarätig besetzten Veranstaltung am 19. Juni.

Kein anderes Schulfach hat den Nachhaltigkeitsgedanken in seinen Bildungsplänen so stark verankert wie das Fach Geographie. Wie sich die Ursachen und Folgen des Klimawandels und die Klimapolitik als Themen adäquat unterrichten lassen, dazu liefern die Vorträge auf dem Symposium am 19. Juni wichtige Impulse und Ansätze.
Vortragende sind u.a. Prof. Stefan Rahmstorf (Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse, Potsdam-Institut für Klimafolgenschätzung), Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Lehrer, Fachleiter Staatl. Seminar Karlsruhe und Honorarprofessor an der Leuphana Universität) sowie Prof. Dr. Florian Kapmeier (Strategy and International Project Management, ESB Business School).

Die unterschätzte Klimakrise

In Deutschland sind wir von zunehmenden Problemen mit Hitze, Dürre, Waldbränden, Extremregen und steigendem Meeresspiegel betroffen. Aus Sicht von Stefan Rahmstorf wurde der Klimawandel „seit dem Revelle Report für den US-Präsidenten 1965 verschlafen und verschleppt, bis die Schüler aufgewacht sind und zu streiken begannen“. Sein Einführungs-Vortrag, in dem die drängendsten Fragen der aktuellen Klimaforschung diskutiert werden, folgt einem Gespräch mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Der Klimawandel im Geographieunterricht – aber wie?

Spätestens im Geographieunterricht lernen Schülerinnen und Schüler die Ursachen und Folgen des Klimawandels kennen. Doch der Anspruch an das Fach muss weitergehen, ist Thomas Hoffmann überzeugt: „Wir müssen Schülerinnen und Schülern dazu befähigen, die weitere Entwicklung sachlich beurteilen, politische Statements bewerten und Handlungsmöglichkeiten für sich selbst reflektieren zu können. Nur so können sie als aktive Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag zum Umgang mit dem Klimawandel leisten“.

Einen wichtigen Ansatz hierfür könnte beispielsweise das Rollenspiel „World Climate Simulation“ zu den UN-Klimaverhandlungen liefern, das im Rahmen des Symposiums durch Florian Kapmeier vorgestellt wird. Tipps zum unterrichtlichen Einsatz liefert abschließend Matthias Scholliers.

Das Klett-Symposium findet alljährlich zu Themen rund um die globalen Herausforderungen statt und wendet sich exklusiv an Lehrkräfte und Fortbildner. Veranstalter ist der Ernst Klett Verlag. Das 13. Klett-Symposium Geographie und Schule startet am 19.6.2021 um 9.30 Uhr als Online-Veranstaltung.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.klett.de/fortbildungen/fortbildung-1220?fachId=10