[14.02.2019]

Immer mehr Lehrpläne verlangen die Vermittlung neuer Kompetenzen, wie etwa die Medien- oder Verbraucherbildung in Nordrhein-Westfalen. Wie gesellschaftspolitische Diskurse Schülerinnen und Schüler erreichen, das zeigen neue Lehrwerkskonzepte aus dem Ernst Klett Verlag für NRW.

In einer sich wandelnden Gesellschaft ändern sich auch die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler erlangen müssen. Neue Lehrpläne bilden den Rahmen. In welcher Form sie vermittelt werden, das bleibt den Lehrkräften und Verlagen überlassen. Eines der Stichpunkte dabei lautet: schüleraktivierend vermitteln.

Für das Autorenteam des neuen Klett-Lehrwerkes „starkeSeiten Wirtschaft“ ab Klasse 5 war die „erwachsene“ Sicht des Lehrplans auf die Verbraucherbildung eine Herausforderung, wie Nils Theurer, Lehrer aus Freiburg berichtet: „Jugendliche dürfen keine Kredite aufnehmen. Trotzdem kommen Kredite im Bildungsplan vor. Welches realistische Modell verstehen Kinder und Jugendliche? Ganz einfach: Die Bank? Die Eltern. Das regelmäßige Einkommen? Das Taschengeld.“ Thema vermittelt.

Beim Ernst Klett Verlag erhalten die neuen Lehrwerke für NRW zum Schuljahr 2019/20 eigene Symbole, die für die Medienbildung und die Verbraucherbildung stehen. „Wir versuchen, aktuelle Diskurse abzubilden, wo immer es zum Lernstoff passt. Bei digitalen Unterrichtswerken geht das ausführlicher als bei gedruckten. Die Lehrpläne und die vorgegebenen Stundenzahlen bleiben für uns aber immer leitend“, erklärt Dr. Ilas Körner-Wellershaus, Verlagsleiter im Klett Verlag das Prozedere. Da der Platz in der gedruckten Welt begrenzt ist, muss Inhalt eingespart werden, wenn neuer hinzukommt. „Eine ständige Qualitätssicherung seitens der Redaktionen muss gewährleisten, dass das Verhältnis von Basis- zu Zusatzwissen ausgewogen bleibt.“ Damit bei Lehrkräften kein zusätzlicher Aufwand entsteht, werden neue Kompetenzen deshalb „organisch“ in die Lehrwerkskonzepte integriert.

www.klett.de/medienkompetenz

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